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DISCO RadioshowEURODANCE

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Eurodance

EURODANCE ist ein Musikgenre und zugleich Oberbegriff für mehrere unterschiedliche kommerzielle Musikstilrichtungen für ein generationenübergreifend breit gefächertes Publikum. Eurodance zeichnet sich durch reichhaltige melodische Vocals aus und kann (muß nicht unbedingt) gerappte Verse beinhalten. Sogar Reggae bzw. Raggamuffin-Toasts sind möglich.

Zwischen Refrain und Strophen befinden sich einprägsame Akkordmuster und eingängige Melodien, die von charakteristischen Lead-Sounds dargeboten werden. Manche Sounds haben einen so starken Wiedererkennungswert, dass ein einzelner Sound genügt, um den zugehörigen Eurodance-Hit zu identifieren. Eurodance ist das absolute Gegenteil von einfallslosem Einheitsbrei. Der Rhythmus ist stark basslastig, die Hooks melodisch und gut zum Mitsingen geeignet. Die erfolgreichsten Eurodance-Acts oder Eurodance-Projekte verfügten über markante Stimmen, wie z.B. Beatrice Delgado (Masterboy), Anita Doth (2 Unlimited), Tania Evans (Culture Beat), Melanie Thornton (La Bouche), Alexandra Prince, Kim Sanders, Nina Gerhard (Captain Hollywood Project, Intermission), Iris Trevisan (The Free), Lori Glori (Intermission, DJ BoBo, Centory) um nur einige zu nennen.

Obwohl Eurodance eine rein kommerziell orientierte Musikrichtung ist, die problemlos im Radio gespielt werden kann, eignet sich der Sound ebenso gut zur Beschallung von Nachtklubs. Eurodance wendet sich an die breite Masse und ist ein Bestandteil zeitlos schöner Popmusik.

Vorläufer von Eurodance waren die Sounds von "Italodisco" bzw. "Eurodisco" sowie dem "Hi-NRG" aus den 80er-Jahren. Damals war die Musik sträker am Synthpop angelehnt (The Flirts, Erasure, Pet Shop Boys usw.) oder am typischen Discofox (Fancy, Bad Boys Blue usw.). Aber schon damals gab es Hits, die fast schon wie "Neunziger" geklungen haben. Im Zeitraum ca. 1988 - ca. 1991 wurde der Einfluß von House und Techno etwas stärker. In den Studios hielten Computer immer mehr Einzug. Somit änderte sich die bislang rein Hardware-Sequencer-orientierte Produktionsweise von elektronischer Musik. Es enstand z.B. "Hip House", bekannte Projekte wären z.B. Technotronic, Snap!, Dr. Alban oder Twenty 4 Seven. Andererseits gab es auch noch eher technolastige Formationen oder Projekte, wie z.B. The KLF, The Shamen oder U 96 (Alex Christensen). Im Jahr 1992 landeten die ersten großen Eurodance-Hits auf den Spitzenpositionen der Verkaufscharts. Bekannte Beispiele: Snap!, Captain Hollywood Project, Double You, Dr. Alban usw.

In den USA gab es nichts in dieser Richtung. Bestenfalls gab es einige wenige erfolgreiche House-Produktionen von Reel to Real, den 20 Fingers oder den Outhere Brothers, die erwähnenswert sind, aber mit Eurodance streng genommen nicht viel zu tun haben. Schon eher käme Moby aus New York in Betracht, obwohl das auch nicht wirklich Eurodance ist. In den USA kann man diese Musik offenbar nicht herstellen. Das hat sich bis heute nicht geändert.

EDM

EDM wird oft fälschlicherweise als Oberbegriff für elektronische Musik verwendet, es ist jedoch nur ein Subgenre. Rein technisch betrachtet ist es handwerklich schlecht produziertes Bigroom-House. Durch intensives Marketing in den USA wurde es zum kommerziellen Erfolg gebracht. Der Begriff EDM wird für Marketing- und Werbe-Zwecke verwendet, um prinzipiell sehr einfallslose, oberflächliche und substanzbefreite Musik zu bewerben. Der musikalische Einheitsbrei steht im krassen Gegensatz zu dem, wie elektronische Musik ursprünglich vom Ansatz her gedacht war: musikalische Vielfalt zu bieten und den Produzenten und DJs grenzenlose Kreativität zu gewähren! Wer sich mit elektronischer Tanzmusik aus der Zeit von 1975 bis 2005 auskennt, weiß sehr gut, was ich meine.

EDM wird von Leuten am Leben erhalten, die unbedingt öffentliches Interesse und Aufmerksamheit auf sich ziehen möchten und für diesen Zweck passend primitive Musik benötigen, um die tanzende Masse mit dem kleinstmöglich gemeinsamen Nenner anzusprechen. Bierzelte, Oktoberfeste, Ballermann, Stadien, Festivals... kurzum: An jenen Orten, wo man DJs dabei beobachten kann, wie sie Kuchen in die Gesichter der feiernden Partymeute werfen oder auf Trampolinen hüpfen verbunden mit aufwendigen Lichteffekten. Typisch sind auch DJs, die gerne herzförmige Gestiken mit ihren Händen machen und im Hintergrund mischt sich ihre Musik irgendwie von Geisterhand ganz von selbst zusammen.

DISCOmania

Die DISCO Radioshow unterstützt Eurodance, Trance und Techno in seiner gesamten Vielfalt. Die DISCO Radioshow fördert den europäischen Kulturreichtum sowie den Dialog zwischen Produzenten, DJs und dem anspruchsvollen Publikum. Die DISCO Radioshow setzt mittlerweile den Maßstab als einzige Eurodance-Show in deutscher Sprache.